Aufwölbungen bei einer Eichendiele oder:
hier hat der Parkettleger wohl alles falsch gemacht

In einem Privathaus im Ruhrgebiet wurde der Unterzeichner gebeten festzustellen, warum es – nach ca. 3 Monaten – zu den ungewöhnlichen Verformungen / Wölbungen innerhalb einer Fläche verlegter massiver Eichedielen kommen konnte.

 

Die Aufwölbung im Eingangsbereich betrug etwas mehr als 3 cm – Stolpergefahr; fast jede einzelne 16 cm breite Diele war konkav verformt. Der Parkettleger bestätigte eine Holzfeuchteeingangsprüfung von 10%

Beim Ortstermin wurden jedoch ca 15% Holzfeuchte festgestellt.

Wie konnte es zu diesen enormen Verformungen kommen?

Die Einbaufeuchte war nicht nachprüfbar – unterstellt man jedoch, dass diese bei etwa 10% ( wie vom Verleger angegeben) war, ergibt sich bei 4,60 mtr. Raumbreite eine mögliche Quellung von ziemlich genau 5,9 cm auf die gesamte Breite. Eine Dehnungsfuge war jedoch nicht vorhanden. Im Randbereich lag das Holz anlässlich der Begutachtung „knirsch“, der Putz war bereits durch das Holz eingedrückt:

Der Unterboden war vorab gespachtelt worden: die Gitterritzprüfung an der extrem hellen Masse besagt eindeutig, dass der Verarbeiter die Spachtelmasse mit zuviel Wasser angemacht -also verwässert- hatte:

Die Klebstoffreste ließen sich ohne Kraftaufwand pellenartig in größeren Teilen abziehen – auf der Rückseite die lose obere Schicht der Spachtelmasse:

 Der Klebstoffauftrag des Verlegers sei mit nachfolgendem Foto dokumentiert und bedarf keiner weiteren Erläuterung:

 

Der Verleger hat inzwischen den Belag auf eigene Kosten -ordnungsgemäß- ausgetauscht

Friedhelm Beseke, Kooperationspartner ISH-Koblenz

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Sachverständigen – Institut für Bauwesen Wand- und Fußbodentechnik GmbH

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